Im Gespräch mit Kirstin Burckhardt

21. August, 2020

(in Englisch)

Über ihre Zeichenserie "gorge" (2020)

als Teil der Gruppenausstellung "CoNTACT, ways of distance & touch"

6 - 23 August 2020, HAUNT Berlin

»GORGE«: EIN DAZWISCHEN, EIN AMBIVALENTER ORT VON VERBINDUNG UND LEERE

von Daniela von Damaros


In ihren medial sehr vielseitigen Arbeiten beleuchtet Kirstin Burckhardt stets die Definition von Körper mit dem Fokus auf einen Zwischenraum. In der Begegnung des Selbst mit dem Außen, mit den Mitmenschen und gesellschaftlichen Umständen, macht die Künstlerin auf die Fragilität von Mechanismen der Öffnung und Abgrenzung aufmerksam. In der Zeichenserie „gorge“ (dt. Schlucht) fokussiert die Künstlerin solche Zwischenräume als ambivalenten Ort von Verbindung und Leere an. Die klare Linie, als ein Sinnbild für Körpergrenze und Haut, und abstrakter gedacht für Definition und Sichtbares, löst sich in Partikel auf. Die dadurch entstehenden Formen, die in ihrer Struktur und in ihrer Dynamik auf Austausch aber auch in ihrer Assoziation als Viren-Wolken wahrnehmbar sind, machen kenntlich was im Dazwischen unsichtbar bleibt: Emotionen, wie die Furcht vor Nähe, Unsicherheit und Ungewissheit. Gleichzeitig geben die Partikel einen Raum von Verbindung an, von sanften Berührungen, zum Beispiel durch Augenkontakt, Mitgefühl und Kommunikation.


Veröffentlicht im Rahmen der Ausstellung "CoNTACT – ways of distance and touch" (frontviews, Berlin, 2020) kuratiert von Daniela von Damaros

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