Erklärung der Kuratorin

"Wir leben unser Leben in einem Netzwerk der "Betweenness" (Aidagara 間柄), das die Erweiterung des subjektiven Raumes oder intersubjektiven Feldes ist. Dies ist nichts anderes als der Lebensraum miteinander verbundener Bedeutungen und Handlungen, die wir in unseren alltäglichen Aktivitäten erfahren, wo Zeitlichkeit und Räumlichkeit untrennbar miteinander verbunden sind." (Watsuji Tetsurō)

Daniela von Damaros konzentriert sich in ihren Projekten auf einen Zwischenraum, als einen Ort, an dem Definitionen von Kunsttheorie und Anthropologie in Frage gestellt werden können. Ermöglicht wird die Erfahrung dieses Raumes durch die Auswahl von Kunstwerken, die einen neuen Zugang jenseits von Kategorien bieten, einen Perspektivwechsel und im Idealfall eine Reflexion und Veränderung bisheriger Denkweisen ermöglichen. Darüber hinaus ist dieser Zwischenraum immer mit seinem Kommunikationspotential für den Betrachter gedacht und findet seinen Ausdruck sowohl im Raumkonzept als auch im begleitenden Veranstaltungsprogramm. Jeder Aspekt ihrer Arbeit wird nämlich von der Vision geleitet, den Rezipienten aktiv einzubeziehen und so die Wirkung der Kunstwerke in der Ausstellung zu maximieren.

Exhibition view "Invisible Spaces II", Dennis Rudolph - MSG 11 (Painting AR/VR, Oil on Canvas) 2019

Foto: Yvonne Jordan
Kunstwerk: Dennis Rudolph "MSG 11", 2019

Daniela von Damaros wurde 1983 unter dem Namen Daniela Dahlke in Jena, Deutschland, geboren. Sie ist Kunsthistorikerin, Doktorandin und freiberufliche Kuratorin. Sie lebt und arbeitet in Berlin.

 

Sie studierte an den Universitäten in Leipzig und Wien mit den Schwerpunkten Malerei der klassischen Moderne in Westeuropa, Kunst nach 1945 in der DDR und in China sowie zeitgenössische Kunst. Nach mehreren Tätigkeiten als kuratorische Assistentin für Ausstellungen bundesweit (KINDL Berlin, Mönchehaus Museum Goslar, Donner & Reuschel Hamburg & München) und in China (943project Kunming/ Lijang), gründete sie 2019 ihr eigenes Kunstprogramm "Dada Art Projects". Seitdem arbeitet sie mit verschiedenen Projekträumen in Berlin (u.a. Bar K, Haunt, P145, Axel Obiger) und Künstler*innen (u.a. Kirstin Burckhardt, Heike Gallmeier, Maik Schierloh, Stella Geppert, Anke Völk, René Wirths, Mischa Leinkauf, Dimitris Tzamouranis) zusammen, um analog ihrem Label "Dada" einen innovativen Ansatz für Ausstellungsformate zu verfolgen.

Preparing "Invisible Spaces I", Tom Früchtl "Flash" (oil paint/ furniture door) 2019

Foto: Theresa Theisl
Kunstwerk: Tom Früchtl "flash", 2019